Rwandan Daughters

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Fotografien von Olaf Heine

Während des Völkermordes in Ruanda im Jahr 1994 wurden bis zu eine Million Tutsi von Hutu-Angehörigen ermordet, 80 Prozent der überlebenden Frauen wurden vergewaltigt. Heute leben Täter und Opfer Tür an Tür. Während Frauen seitdem in der Gesellschaft stetig an Einfluss gewannen, stehen die Vergewaltigungsopfer und ihre Kinder am unteren Ende der sozialen Hierarchie. Vielen jungen Frauen gelingt es jedoch, ihre traumatisierten Mütter aufzufangen und sich von dem Stigma zu befreien. Der Mut und die Zuversicht dieser starken Frauen in einer von Traumata geprägten und autoritär regierten Gesellschaft sind beispiellos.

Sexualisierte Gewalt in militärischen Auseinandersetzungen ist ganz gezielt Teil von Kriegsstrategien, wie wir leider auch gerade aktuell in der Ukraine und in Israel sehen. Aus Anlass des 30. Jahrestags des Völkermords in Ruanda präsentiert die Kunsthalle Rostock „Rwandan Daughters“ von Olaf Heine. Die Ausstellung versucht zu ergründen, wie die Mütter und Töchter mit diesen schrecklichen Geschehnissen umgegangen sind und wie sie die erfahrenen Gräueltaten und physischen wie seelischen Misshandlungen zu überwinden versuchen. Der Fotograf Olaf Heine hat diesen Wendepunkt und die Aufarbeitung ausdrucksstark vor Ort visualisiert und Mütter und Töchter Seite an Seite am Ort des Geschehens porträtiert.

Olaf Heine (*1968) ist Fotograf und Regisseur. Er studierte am Berliner Lette-Verein Photographie und Gestaltung und ist vor allem für seine detailreichen und sorgsam inszenierten Porträts von Musikern, Schauspielern, Schriftstellern, bildenden Künstlern, Sportlern und Architektur- und Landschaftsfotografie in der Fotokunst bekannt. Seine Werke wurden auf zahlreichen Albumcovern, in internationalen Editorials und in Fotobänden veröffentlicht und u.a. bei der Camera Work Galerie Berlin, dem Folkwang Museum Essen, der Noorderlicht Fotogalerie in Groningen und der Icon Gallery in Los Angeles ausgestellt.


Kooperationen:
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Hilfsorganisation „ora Kinderhilfe international e.V.“ und der Agentur spring Brand Ideas.


Förderung und Unterstützung:
Das Projekt wird unterstützt durch die ROSTOCK PORT GmbH. Die Kunsthalle Rostock gGmbH wird gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern und durch den Verein „Freunde der Kunsthalle Rostock e. V.“, Gesundheitspartner: Klinikum Südstadt Rostock, Kulturpartner: NDR Kultur


Bild Oben:
Olaf Heine
Martine N. with her daughter Denyse, Kabuga, October 16, 2018
C-Print on Kodak Endura Paper
160 x 122 cm
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Ausstellung:
17.03.2024 - 20.05.2024

Eröffnung:
16.03.2024, 18 Uhr

Eintritt:
6 EUR und 4 EUR ermäßigt
Rostocker Studierende und Geflüchtete kostenlos (Kulturticket)

Su. 07.04.24 – 07.04.24
16.00 – 18.30 Uhr

“Frieden durch Versöhnung - Eine kritische Reflexion”

Gedenken zum 30. Jahrestag des Genozids in Ruanda

Th. 25.04.24 – 25.04.24
17.30 – 19.00 Uhr

Buchlesung der Ora Kinderhilfe

Lesung des Buches von Jean Gakwandi – Überlebender des Genozids in Ruanda
Die Lesung findet statt im Rahmen der Ausstellung „Rwandan Daughters“, die zum 30. Jahrestag des ruandischen Genozids Portraits starker ruandischer Frauen zeigt, die allesamt den Genozid überlebt haben. Die berührenden Fotografien des bekannten Künstlers Olaf Heine sind zu sehen vom 18. März bis zum 20. Mai 2024 in der Kunsthalle Rostock.

Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
Eintritt: 4 EUR und 6 EUR ermäßigt, Rostocker Studierende und Geflüchtete kostenlos (Kulturticket)

Tu. 19.03.24 – 19.03.24
16.00 – 17.00 Uhr

öffentliche Führung

durch die Ausstellungen "Gregor Hildebrandt - Nah am Wasser" und "Rwandan Daughters - Fotografien von Olaf Heine"

Die Führungen sind im Eintritt inklusive.

Th. 21.03.24 – 21.03.24
16.00 – 17.00 Uhr

öffentliche Führung

durch die Ausstellungen "Gregor Hildebrandt - Nah am Wasser" und "Rwandan Daughters - Fotografien von Olaf Heine"

Die Führungen sind im Eintritt inklusive.

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09.03.2024 – 20.05.2024

Gregor Hildebrandt

Nah am Wasser

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22.03.2024 – 20.05.2024

1914 / 1918

Damals nicht, jetzt nicht, niemals!