Die Kunsthalle Rostock trauert um den Usedomer Künstler Volker Köpp
Noch im vergangenen Jahr bereicherte er die Ausstellung „Usedomer Lichter“ mit seinen Werken. Gemeinsam mit Matthias Wegehaupt und Sabine Curio nahm er an einem Künstlergespräch in der Kunsthalle Rostock teil und gewährte dem Publikum persönliche Einblicke in sein Schaffen.
Volker Köpp studierte von 1976 bis 1981 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Im Anschluss war er bis 1989 als freiberuflicher Maler, Grafiker und Galerist in Ahlbeck tätig. 1989 reiste er über Prag aus. Von 1990 bis 1993 wirkte er als Werbegrafiker und Dozent in Osnabrück, bevor er 1993 in das Seebad Ahlbeck zurückkehrte. Dort präsentierte er seine Arbeiten bis 2000 dauerhaft im Galerie-Café „MÖVE“. Mit dem Ankauf eines alten Fischerkatens im Jahr 2002 legte er den Grundstein für die 2004 eröffnete Galerie Köpp – einen Ort für seine Kunst und für persönliche Begegnungen.
Geprägt von seinem Studium in Dresden brachte er die „Dresdner Malkultur“ nach Usedom. Mit pastos aufgetragenen, kontrastreichen Farben sowie feinem Gespür für Licht, Atmosphäre und Veränderung hielt er Straßen, Fassaden und Stimmungen fest und machte sie zu stillen Zeitzeugen. Einen zentralen Platz in seinem Werk nahm die Architektur ein, insbesondere die Usedomer Bäderarchitektur. Doch auch Strand und Meer, Fischerboote und selbst die Fische fanden Eingang in seine Malerei und Grafik.
In einem Interview anlässlich des Künstlergesprächs in der Kunsthalle Rostock sprach er über seine Inspirationsquelle: „Die Jahresübergänge haben für mich als Maler die Faszination, dass sich die Natur derartig ändert, ich ständig Abwechslung und dadurch Inspiration habe, um die Kontraste besser zu erkennen. Im Sommer haben wir sehr viel Farbigkeit und im Winter die Reduktion der Farbigkeit, die Einfachheit und damit auch eine wunderbare Spannung.“
Neben der ästhetischen Betrachtung spiegeln seine Arbeiten auch gesellschaftliche Entwicklungen wider. Eindringlich setzte er sich mit den Veränderungen der Seebäder, wie der zunehmenden Anonymität, auseinander. Mit seinem Werk bereicherte er Usedom als traditionsreiche Künstlerinsel um eine eigenständige und unverwechselbare malerische Stimme. In Gedanken sind wir bei seiner Familie und bei allen, die ihm verbunden waren.
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