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Nuria Quevedo Illustrationen zu Kassandra von Christa Wolf aus Sammlung der Kunsthalle Rostock

Nuria Quevedo
Illustrationen zu Kassandra von Christa Wolf
aus Sammlung der Kunsthalle Rostock Nuria Quevedo
Illustrationen zu Kassandra von Christa Wolf
aus Sammlung der Kunsthalle Rostock Nuria Quevedo
Illustrationen zu Kassandra von Christa Wolf
aus Sammlung der Kunsthalle Rostock

Nuria Quevedo

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Illustrationen zu Kassandra von Christa Wolf

Die literarischen Werke von Heinrich Heine, Franz Fühmann, Bertolt Brecht und Christa Wolf haben die künstlerische Arbeit von Nuria Quevedo in besonderer Weise beeinflusst. 1983 entstehen neun Radierungen zu der Erzählung „Kassandra“ von Christa Wolf. Kassandra, Tochter des Trojanerkönigs Priamos, erhält vom Gott Apoll die Sehergabe. Als sie sich seiner Liebe entzieht, wird diese Gabe zum Fluch, da sie alle Ereignisse des trojanischen Krieges vorhersehen, aber nicht in sie eingreifen kann.
Die Radierungen von Nuria Quevedo zeigen keine Illustration der leidvollen Kassandra-Geschichte, sondern vielmehr sinnlich und einprägsam die intensiven und schmerzhaften Beziehungen zwischen Mann und Frau.
Die ausgestellten Kaltnadelradierungen reduzieren sich auf kraftvolle dunkle Konturen, die auf den Betrachter wie gezeichnet wirken. Im Vordergrund sind Figuren oder sich innig umarmende Paare zu sehen. Der Hintergrund wird von einer kräftigen Horizontlinie durchzogen oder zeigt einen kahlen Baum, der von einem angedeuteten Horizont geteilt wird. Alleine im Raum steht das Paar im Mittelpunkt des Geschehens. Die Darstellung der Figuren ist auf das Intime reduziert und deutet zugleich das drohende Unheil an.
Nuria Quevedo ist 1938 in Barcelona geboren und kommt 1952 gemeinsam mit ihren Eltern als Emigrantin nach Berlin. Hier studiert sie bis 1963 an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee Grafik bei Arno Mohr und Werner Klemke. Sie lebt und arbeitet freiberuflich in Berlin und seit 1997 auch in Sant Feliu de Guixols in Spanien.
In ihren Gemälden und Grafiken greift sie existenzielle Fragen zu den Themen Liebe und Gewalt, Ideal und Wirklichkeit sowie Hoffnung und Würde auf. Nuria Quevedo setzt sich mit dem realen Leben auseinander und verarbeitet ihre Erfahrungen als Spanierin im Exil künstlerisch.
verwendete Literatur: Kat. Nuria Quevedo – Malerei, Zeichnungen, Aquarelle, Grafik, hrsg. Von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Dresden 1986. und Kat. Nuria Quevedo – Malerei und Grafik, hrsg. Von der Galerie am Pfaffenteich Schwerin, Schwerin 1995.

Eintrittspreis:
frei

Die Ausstellung ist im Café der Kunsthalle Rostock zu sehen.

Ausstellung:
05.02.2018 – 04.03.2018

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