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Susanne Kandt-Horn

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Druckgrafiken aus der Sammlung der Kunsthalle Rostock

Susanne Kandt-Horn wird 1914 in Eisenach geboren. Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin, im Jahre 1936, besucht sie bis 1940 die Zeichenklasse im Abendstudium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg. Nach dem Tod ihres ersten Ehemanns arbeitet die Künstlerin ab 1945 freiberuflich in Eisenach. 1954 zieht sie gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann, dem Maler und Grafiker Manfred Kandt, nach Ückeritz auf die Insel Usedom. Hier lernt sie die ansässigen MalerInnen Vera Kopetz, Wilma Pietzke, Otto Niemeyer-Holstein, Otto Manigk, Herbert Wegehaupt und Hans Jüchser kennen.
Susanne Kandt-Horn fertigt in dieser Zeit vorwiegend großformatige Auftragswerke an. Es entstehen eine Vielzahl von baugebundenen Arbeiten und Wandgestaltungen u.a. in Lichtspielhäusern, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen. Ab Ende der 1960er Jahre beschäftigt sie sich mit der Ölmalerei und Druckgrafik. Neben Lithografien und Radierungen entstehen erste Zinkografien. Bei der Zinkografie wird eine leichte Zinkplatte anstelle des schweren Lithografensteins verwendet. Dieses Druckverfahren gehört zu den Flachdruckverfahren und das Original wird ebenfalls in der Steindruckpresse gedruckt. Die Grafik gewinnt ab den 1970er Jahren in der ehemaligen DDR immer mehr an Bedeutung.
Susanne Kandt-Horn verarbeitet in ihren Kunstwerken klassische und politische Themen. Die menschliche Figur steht dabei stets im Mittelpunkt. In ihren Kunstwerken greift sie auf antike Symbole zurück, die die Gefährdung des Menschlichen sichtbar machen. Stillleben und figurative Kompositionen mit einer reichhaltigen Ornamentgestaltung prägen das Œuvre der Künstlerin. Zu Beginn der 1970er-Jahre beginnt ihr stilistischer Wandel hin zu ausgeprägter Plastizität und Kompaktheit der dargestellten Figuren. Susanne Kandt-Horn verwendet zunehmend kräftige und aufeinander abgestimmte Farben mit flächigen Schattierungen und erzielt so eine Raumtiefe im Bild.
Die hier ausgestellte Farbzinkografie Abschied von Odysseus aus dem Jahr 1985 entstand nach dem gleichnamigen Gemälde und steht dem Original in seiner Farbigkeit sehr nahe. Susanne Kandt-Horn lässt ihre Lithografien und Zinkografien von dem Stein- und Offsetdrucker Gerhard Günther herstellen, der die Grafikwerkstatt des Fachbereiches Kunst an der Burg Giebichenstein, ehemals Hochschule für industrielle Formgestaltung, leitet. Gemeinsam mit anderen Künstlern setzt er sich Ende der 1970er-Jahre für den Aufbau einer Druckerei des Verbandes Bildender Künstler in Halle an der Saale ein. Bekannte Künstler wie Werner Tübke, Manfred Kastner, Willi Sitte, Otto Möhwald, Uwe Pfeiffer, Gregor Torsten Schade, Frank Rudigkeit und viele andere haben ihre Grafiken von Gerhard Günther drucken lassen. Durch die hier zur Verfügung stehenden zwei kleineren Druckpressen aus den Jahren 1946 und 1970 wurde den Künstlern ein größerer Freiraum ermöglicht.

Eintrittspreis:
frei

Die Ausstellung ist im Café der Kunsthalle Rostock zu sehen.

Ausstellung:
10.10.2017 - 31.10.2017

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02.07.2017 – 01.10.2017

Wolfgang Mattheuer

Bilder als Botschaft

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02.07.2017 – 13.08.2017

Markus Matthias Krüger

Hortus

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18.08.2017 – 17.09.2017

Nil Auslaender

Glückliche Tage und andere / DIE AHNEN

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18.12.2016 – 17.04.2017

Sibylle

Die Ausstellung

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12.01.2017 – 29.01.2017

Hermann Glöckner

Grafik im Café

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11.07.2017 – 11.07.2017

Erzähl mir Märchen!

EinBlick 01 - Werke aus der Sammlung der Kunsthalle Rostock